Gegenüberstellung

Aufstellungsformen bei inneren und äusseren Konflikten
Traumatische Erfahrung: Flucht
Trauma und Angst

Ein Leben ohne Konflikte gibt es nicht. Auf der seelischen Ebene beschreiben die schönen Worte „Auseinandersetzung“ und „Begegnung“ den Grund für Streit und Disharmonie. Auseinander gesetzt wird, was nicht passt, was verändert oder getrennt werden will, um sich neu und stimmig zu finden. Wenn dies nicht möglich ist, münden die Auseinandersetzungen in der Trennung einer Beziehung, dem Ende einer Freundschaft oder in einer familiären Entfremdung.

Die eigentlichen Konflikte finden im Inneren statt:
Der innere Krieger
Bild eines inneren Kriegers
junge-traurig
Trauriger Junge

Bei dem einem Menschen ist der innere Krieger aktiv, bei einem anderen fühlt sich dadurch das innere Kind in Angst, und bei einem Dritten reagiert das Herz, das sich Geborgenheit und Ausdruck wünscht. Unser Innerstes ist also in allen äußeren Konflikten aktiv – und jeder Teil von uns nach seiner Prägung und Geschichte – ist mehr oder weniger sensibel. Der Mensch ist immer mit seinem Inneren involviert.

Demzufolge sind seelische Aufstellungen ein Lösungsweg. Sie geben diesem Inneren Raum, in den seelischen Potentialen erkennbar zu werden: In ihrer Situation und in ihrer Position im eigenen Leben.
Wir haben es in einer dualen Konfliktsituation also nicht mit zwei Streitparteien im Aussen zu tun, sondern im Sinne unserer (und des Anderen) seelischen Vielfalt:
Mit Gruppenkonflikte in ihrer eigenen Dynamik.

Beispiele für Gegenüberstellungen

Hier wird mit inneren und äußeren Konfliktparteien gearbeitet:

 

Gegenüberstellung: Der Selbstzerstörer
Der Selbstzerstörer

Innere/r HeilerIn  –  Selbstzerstörer/in
Indikation: selbstzerstörerische Kräfte, z.B. Sucht, extreme Risikobereitschaft, Todessehnsucht, Suizid-Tendenzen. Wer (Täter?) oder was soll eigentlich zerstört werden, bzw. enden? Welcher Teil im Klienten ist eigentlich suizidal?

 

Heilung!
Der aktive innere Heiler

Krankheit – Innerer Heiler
Bei Erkrankungen wie MS, Krebs, etc. Was ist die seelische Ursache für die Krankheit?Wie sieht es mit den inneren Selbstheilungskräften aus? Wie können sie gestärkt werden?

 

 

Angst vor dem Leben
Angst verhindert das Leben

Sehnsucht – Angst                                                                                                   Wenn Angst vor dem besteht, was man sich eigentlich wünscht – zB. ein erfülltes Leben. Hier kommen oft auch weitere involvierte Seelenanteile zu Wort, welche der Lösung dienen.

 

 

Perspektive: Autoritäten
Autoritäten

Innere – äußere Autoritäten                                                                        Im Bezug auf die Autoritäten (Eltern) finden wir im Inneren oft ebenso autoritäre Formen vor, die sich in Denk- und Glaubensmuster, Tabus, Selbstverboten, usw. ausdrücken. Gegenüber stehen eine in der Kindheit natürlicherweise akzeptierte Fremdbestimmung und die heutigen seelisch eigenen Wünsche nach einem freien Leben. Häufig stehen z.B. elterliche Beziehungsmuster gegen den Wunsch nach einer erfüllten Liebe.

 

Autorität Mutter
Erziehung, Prägung des Charakters

Mutter/Vater – Klient
Der Klient sieht sich in seiner Position zu den Eltern. Erkennbar wird, ob es noch unerfüllte Wünsche an die Eltern gibt. Im Fokus sind hier alte Erwartungen, etwa Respekt oder Wertschätzung zu erfahren. Gibt es etwas anzuklagen? Zu verzeihen? Fühlt man sich gesehen?

 

Interessant kann auch die Frage sein, ob noch „alte Bühnen“ offen sind, d.h. traumatisch erlebte Situationen, die noch unerlöst sind.
Siehe : Somatic Experiencing (Traumaarbeit)

In der Gegenüberstellung bietet sich auch die Paararbeit an.