Ahnenreihe

Ahne
Symbol für einen Ahnen

Die Ahnen spielen in den Kulturen der Naturvölker eine besondere Rolle. Man blickt in Respekt auf die, die vor uns gingen. Auch bei unseren Vorfahren gab es Kulte darum, schamanische Arbeiten dazu, und sogar ein den Ahnen geweihtes Fest: Samhain. (Der Vatikanismus hat dies assimiliert und mit Allerheiligen/Allerseelen verchristianisiert. Heute kommt es als Halloween aus Amerika wie ein schlechter Hamburger zu uns zurück.

Ahnenerbe
Ahnenreihe
Symbol für die Ahnenreihe

Vom heutigen Menschen aus betrachtet geht eine lange Reihe weiblicher und männlicher Ahnen in die Vergangenheit bis in dunkle Vorzeit zurück. Wenn man sich das so vorstellen mag: Hinter ihnen stehen alle in 2 ewig langen Reihen…(männlich/weiblich)

In unserer Menschheitsgeschichte war üblich, dass der Sohn des Bäckers wiederum Bäcker wird, die Tochter der Schneiderin wird ebenso Kleider nähen, und der Sohn des Bauern den Hof übernehmen.
Hier wird also, mehr noch als der Besitz, die Möglichkeit zu Überleben und eine tragende Säule der Identität vererbt.
Ahnenarbeit - Das Erbe der Ahnen
Ahnen

Zum Erbe gehört also das Wissen, wie man überlebt.

Das hört sich erst einmal gut an. Zu bedenken ist aber, das zum Überleben eines Vorfahren auch die emotionale Enge, Gefühlskälte, Gewalt oder Leiden gehören kann. Wenn Kinder über Generationen hart erzogen wurden, um sie für das Leben draussen abzuhärten, wird dies weitergegeben. Haben Kinder unter dem emotional verschlossenen Vater gelitten, wie wollen sie dann ihren Kindern ein warmherziger Vater sein?
Vererbt werden auch schwere traumatische Themen. Wie wir aus der Traumaforschung wissen, hängen posttraumatischen Belastungsstörungen auch an den Folgegenerationen. Wir erkennen dies auch an generationsübergreifenden Störungen des Nervensystems.
Auf ein mögliches negatives (es gibt natürlich auch positive) Ahnenerbe werden wir aufmerksam,
wenn bestimmte Ereignisse wieder und wieder vorkommen. Beispiele sind Häufungen von frühem Tod oder Fehlgeburten, psychischen Störungen, Gewalt, sexuellen Störungen, Suizide…
Man kann negativ belastete Ahnenreihen als seelische Erbkrankheit betrachten.
Es können weibliche Ahnenreihen, und/oder männliche Ahnenreihen gestellt werden: je nach Symptomatik und Vorgeschichte.
Ein Aufstellung der Ahnenreihe(n) bringt vor allem Erkenntnisgewinne.
So wird etwa erkannt, dass schon die Uroma die Oma nicht lieben konnte, sondern streng zu ihr war. Dies finden wir wieder im Verhalten der Oma zur Mutter und von der Mutter zur Tochter.
Für die Klientin ist also erfahrbar, dass das Defizit von liebevollem Verhalten der eigenen Mutter nicht seinen Grund an der eigenen Unliebenswürdigkeit hatte, sondern dem ein Erbe aus der weiblichen Linie zugrunde lag.
Neben den Gewinnen an Erkenntnissen werden auch auflösende Arbeiten in einer Ahnenaufstellung begleitet. Bei starken Belastungen durch ein Ahnenerbe wird z.B. die Rückgabe des Erbes vorgenommen.
Die Erforschung der Ahnenreihen ergeben oft auch wichtige Informationen, die in eine weitergehende Arbeit münden, z.B. in einer schamanischen Reise, um die Thematik oder Symptomatik zu lösen.
Die Aufstellungsarbeit mit Ahnenreihen sind hier nur an wenigen Beispielen dargestellt worden.
Auch sind Erfahrungen und Backgroundwissen nötig, um die Qualität und den Erfolg der Arbeit zu gewähren.